What Is the Office For

What Is the Office For? (September 2021)

About this note

Zusammenfassung des Kapitels 4 "What is the Office for?" des Buches On Work - Money, Meaning, Identity von Derek Thompson

Das Kapitel basiert auf einem von ihm im September 2021 geschriebenen Artikel im The Atlantic.

  • Verständnishinweis: Es geht um die sehr spezielle Berufsgruppe der Information Worker, die wir auf deutsch gern als Wissensarbeiter bezeichnen.

1. Einleitung: Die existenzielle Frage

Ausgelöst durch die Pandemie-Erfahrung von 2020 stellt Thompson die fundamentale Frage: Wenn Unternehmen wie Microsoft beweisen, dass sie remote profitabel arbeiten können und sogar an Wert gewinnen, welchen Zweck erfüllt das physische Büro dann noch?

Die Antwort liefert er basierend auf einer großen empirischen Studie, die das Büro nicht als Ort der Produktivität, sondern als Ort der sozialen Verbindung neu definiert.

2. Die empirische Basis: Die Microsoft-Studie

Thompson stützt seine Argumentation fast ausschließlich auf eine Studie von Microsoft Research und der UC Berkeley[1]:

3. Kernkonzepte: Hard Work vs. Soft Work

Thompson entwickelt aus den Studiendaten eine neue Terminologie zur Unterscheidung von Arbeitstypen:

Hard Work (Harte Arbeit)

Soft Work (Weiche Arbeit)

4. Argumentation: Warum Soft Work entscheidend ist

Thompson argumentiert, dass „Soft Work“ nicht nur nettes Beiwerk ist, sondern der Motor für Kreativität und langfristigen Erfolg.

5. Das Gedankenexperiment: Die Umkehrung der Realität

Um die Verkrustung der Denkmuster aufzubrechen, versucht Thompson einen rhetorisches Kniff:

6. Fazit und Ausblick

Thompson kommt zu einem differenzierten Schluss, der weder reine Büro-Romantik noch radikalen Remote-Fanatismus bedient:

  1. Neudefinition des Büros: Das Büro ist kein Ort, an den man geht, um E-Mails zu beantworten (das kann man zu Hause). Es ist ein Ort, an den man geht, um Beziehungen zu pflegen und Vertrauen aufzubauen.
  2. Hybrid als Herausforderung: Eine einfache Rückkehr in sogenannte normale Verhältnisse funktioniert nicht. Unternehmen müssen bewusst planen, wann Mitarbeiter ins Büro kommen.
    • Falsch: Alle kommen jeden Tag ins Büro, um dort isoliert am Laptop zu sitzen (wie zu Hause, nur teurer).
    • Richtig: Mitarbeiter kommen gezielt ins Büro, wenn „Soft Work“ ansteht (Brainstorming, Teambuilding, Onboarding neuer Kollegen).
  3. Zukunft der Arbeit: Wir werden nicht einfach zum Status quo von 2019 zurückkehren.
    Die Erkenntnis, dass „Hard Work“ remote funktioniert, ist zu wertvoll.
    Die Zukunft liegt in einem hybriden Modell, das die Effizienz von Remote Work mit der sozialen Innovationskraft des Büros kombiniert.

Key Quote: „Offices aren’t for hard work. Offices are for soft work.“
(Büros sind nicht für harte Arbeit da. Büros sind für weiche Arbeit da.)



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  1. Unter dem Titel "The effects of remote work on collaboration among information workers" wurde im Fachjournal Nature Human Behaviour im Januar 2022 veröffentlicht, was Thompson zum Zeitpunkt des Schreibens seines Artikels (2021) als Preprint dieser Studie mit dem Titel "How Work From Home Affects Collaboration: A Large-Scale Study of Information Workers in a Natural Experiment During COVID-19" vorlag. ↩︎